Eine britische Amerikanerin
Elizabeth George – ein Porträt

Sie ist und bleibt die große Meisterin der britischen Kriminalliteratur. Elizabeth George war es, die mit ihren phänomenalen Krimis um Inspector Thomas Lynley das Genre belebt, andere inspiriert und Millionen Leser fasziniert hat. Die Bücher der Amerikanerin sind allesamt internationale Bestseller, die sofort nach Erscheinen die Spitzenplätze der Verkaufcharts erklimmen.
Susan Elizabeth George hat bisher 13 Lynley-Romane, ein Buch mit Kurzgeschichten und den Roman „Am Ende war die Tat“ veröffentlicht. Jetzt ist ihr neuester Inspector-Lynley-Roman „Doch die Sünde ist scharlachrot“ erschienen. Die zierliche Person, deren Bücher auch erfolgreich für das Fernsehen verfilmt wurden, begann erst spät mit dem Schreiben. Sie lehrte zuvor Englisch und Literatur und unterrichtet inzwischen Creative Writing an der Universität. Schon immer war Elizabeth George fasziniert von allem, was England angeht. Die britische Literatur, die Lebensart und das typisch Englische haben sie bei zahlreichen Besuchen in Großbritannien stark beeinflusst. So ist es kein Wunder, dass sie als Amerikanerin ur-englische Bücher mit echten englischen Helden und Nebenfiguren verfasst.
Auch wenn die Autorin im warmen Kalifornien lebt, besitzt sie eine Wohnung im regnerischen London und unternimmt regelmäßig ausgedehnte Reisen auf die britischen Inseln zur Recherche ihrer Bücher. Vielleicht gelingt es ihr - gerade weil sie keine Einheimische ist - auf so wunderbare Art und Weise, ein England zu beschreiben, wie es lebendiger und authentischer kaum sein kann. Die Romane zeichnen sich durch tiefe Menschenkenntnis und liebevolle Detailtreue aus und wurden nicht umsonst mit Preisen und Auszeichnungen bedacht.
Bianca Reineke




